Nach dem Weltklimagipfel in Paris steht fest: Alle Staaten haben sich darauf geeinigt, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Ein „Signal für die Wirtschaft, dass das Zeitalter der fossilen Energien einem Ende entgegen geht“, so Professor Gernot Klepper, Leiter des Forschungsbereichs Umwelt am Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel. Dass dieses ausgeschriebene Ziel noch nicht ausreichend durch Handlungen unterstützt ist, stellt Klepper ebenfalls fest. Positiv beurteilt er die Entwicklung, dass die Staaten nun alle fünf Jahre Fortschritte im Klimaschutz nachweisen müssen.

Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gefordert
Um das angestrebte Ziel zu erreichen müsse „der Ausstieg aus der Kohle sofort und aus Öl und Gas bald beginnen“, so Klepper. Danach sehe es bisher allerdings nicht aus. Entwicklungsländer bei der Umstellung weg von der Kohle und hin zu Wind- und Solarenergie zu unterstützen sei eine wichtige Strategie. Für die hiesige Wirtschaft könnte der Beschluss von Paris wichtig sein, da es verstärkt Investitionen in die Entwicklung und den Ausbau erneuerbarer Energien lenken könnte.

Asien muss mitziehen
Die Wichtigkeit aufstrebender Wirtschaftsnationen aus Asien betont auch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Sechs asiatische Länder gehören laut Informationen des IW zu den zehn größten Klimasündern. Die europäische Wirtschaft habe seit 1990 den CO2-Ausstoß aus fossilen Brennstoffen um etwa 700 Millionen Tonnen gesenkt. M gleichen Zeitraum stieg dieser Ausstoß in Asien um 10000 Millionen Tonnen. Das Modell des europäischen Emissionshandels müsse deswegen auch in Asien umgesetzt werden. Im Jahr 2017 will China das Instrument ebenfalls adaptieren.