Damit ist der größte deutsche Börsengang seit 2007 erfolgreich über die Bühne gegangen.

Die spanische Mutter Telefónica kassiert für die Platzierung von gut 23 Prozent

ihrer Anteile an der deutschen Tochter rund 1,45 Milliarden Euro -

Geld, das der hoch verschuldete Mutterkonzern gut gebrauchen kann.

Telefónica sitzt auf einem Schuldenberg von 58 Milliarden Euro - und lockte die neuen Aktionäre unter

anderem mit einer versprochenen Dividende für das noch laufende Geschäftsjahr

von 500 Millionen Euro. Zudem versprach o2, diese Ausschüttungen in den kommenden

Jahren noch steigern zu wollen.

Insgesamt hatten vor der Erstnotiz 258,75

Millionen Anteilscheine Käufer gefunden. Die Nachfrage überstieg das Angebot deutlich.

«Unser Angebot an Investoren, in eine starke strategische Positionierung,

solides Wachstum und eine attraktive Dividende zu investieren, war ein Erfolg»,

sagte o2-Chef René Schuster am Montagabend.

Unter den Mobilfunkern in Deutschland ist o2 mit 18,8 Millionen Kunden die Nummer vier hinter der

zur niederländischen KPN gehörenden E-Plus. An der Spitze der Branche liefern

sich Vodafone mit 35,8 und die Deutsche Telekom mit 35,4 Millionen Kunden ein enges Rennen.

o2 verdiente im ersten Halbjahr unter dem Strich 55 Millionen Euro.