• Einige Supermarktketten wie Lidl, Tegut und Kaufland testen derzeit neue Einkaufsmodelle
  • Das Ziel der Entwicklung sind dauerhaft geöffnete Supermärkte
  • Die Supermarktketten verzichten auf Personal und setzten auf Apps und Robotertechniken

Was in anderen Ländern bereits gang und gäbe ist, könnte nun auch nach Deutschland kommen: Medienberichten zufolge sollen Supermarktketten wie Lidl, Kaufland, Tegut und Edeka ein Konzept testen, bei dem einzelne Geschäftsstellen an sieben Tagen in der Woche, rund um die Uhr geöffnet haben. Die Filialen sollen nicht nur ganztags geöffnet sein, sondern auch auf das Kassenpersonal verzichten. Wir erklären Ihnen, wie der geplante 24-Stunden-Entwurf aussieht.

Tag und Nacht: Supermärkte könnten bald durchgehend geöffnet haben

Im asiatischen Raum oder in den USA sind 24-Stunden-Supermärkte bereits etabliert. Auch Amazon hat mit "Amazon Go" oder "Amazon Fresh" bereits Filialen im Ausland eröffnet, die durchgehend zugänglich sind. In Deutschland kam das Geschäftsmodell bisher noch nicht zum Einsatz.

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Dabei ist die Grundidee recht simpel: Wie gewohnt betreten Kunden den Supermarkt und gehen normal einkaufen. Die Bezahlung erfolgt dann allerdings nicht wie üblich an der Kasse, sondern an einem Automaten oder über eine App. Hierbei müssen die Supermarktketten auf das Vertrauen der Kunden setzt. Laut Handelsexperte Frank Horst vom EHI Retail gäbe es allerdings keine Studien, die eine Zunahme von Ladendiebstahl im Zusammenhang mit Self-Checkout-Kassen belegen würden.

Einkaufen per QR-Code und App: Sieht so die Zukunft aus?

Die Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) testet bereits eines dieser Konzepte auf dem Bildungscampus in Heilbronn. Dort müssen sich Kunden vor dem Supermarkt-Besuch per QR-Code in einer entsprechenden App anmelden, über welche auch die Abzahlung abgehandelt wird. Der gesamte Aufenthalt wird per Videokamera aufgezeichnet und überwacht. 

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Eine solche Filiale wird derzeit auch im osthessischen Fulda getestet. Tegut hat dort einen Mini-Supermarkt namens "Teo" eröffnet, der laut Geschäftsführer Thomas Gutberlet "die wichtigsten Artikel anbietet, die jeder Kunde braucht". Der kleine Supermarkt sei die "stationäre Antwort auf Online-Shopping".

Beim "collect.box"-Prinzip können Kunden bereits im Vorfeld per App angeben, welche Produkte und Lebensmittel sie kaufen wollen. Diese werden dann in der Supermarkt-Filiale bereitgestellt und können abgeholt werden. Auch hier erfolgt die Bezahlung per App.

Wie hna.de berichtet, hat Edeka schon eine "collect.box"-Filiale in Baden-Württemberg eröffnet. Hier können Kunden aus einem limitierten Sortiment von 300 Produkten einen Einkaufskorb zusammenstellen, welcher dann mittels Robotertechnik in einem Ausgabefach zur Abholung bereitgestellt wird.  

Zukunft des Supermarktes: Wie geht es weiter?

Doch werden die dauerhaft geöffneten Selbstbedienungsläden in Deutschland nun auch flächendeckend zum Einsatz kommen? Bisher bleibt es wohl beim Modellversuch. In einer Pressemitteilung der Schwarz-Gruppe heißt es, dass alle Filialen bisher "reine Forschungs- und Entwicklungsprojekte" seien.

"Klassische Supermärkte und Discounter werden auf unabsehbare Zeit bestehen", sagt Ulrich Binnebößel, der Experte für Zahlungssysteme beim Handelsverband Deutschland im Gespräch mit der Welt. Experten sind sich allerdings sicher: "In der Nische machen solche Läden aber Sinn. Und da werden sie sich auch etablieren."

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aa

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