Einen entsprechenden Beschluss habe der Vorstand der Gewerkschaft am Samstag nach dem Abbruch der Verhandlungen gefasst, sagte der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann in Stuttgart. Diese Warnstreiks könnten nach Abstimmungen der Beschäftigten von kommendem Mittwoch bis Freitag in bundesweit mehr als 250 Betrieben stattfinden.

Zugleich sollen Urabstimmungen über Flächenstreiks vorbereitet werden, hieß es in einer Mitteilung.

Nach 16-stündiger Verhandlung hatten die Tarifparteien ihre Gespräche am Samstag in Stuttgart abgebrochen.

Die Metall-Arbeitgeber wollen sich vor Gericht gegen die angekündigten 24-Stunden-Warnstreiks wehren. Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger kündigte am Samstag in einer Mitteilung Klagen der einzelnen Arbeitgeberverbände gegen die aus ihrer Sicht rechtswidrigen Arbeitsniederlegungen an. Sie würden am Montag eingereicht.

Die Arbeitgeber hatten bereits früher die Gewerkschaftsforderung nach einem Teillohnausgleich für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit verkürzen können sollen, als unrechtmäßig bezeichnet. Daraus entstünden Ungleichbehandlungen gegenüber Mitarbeitern, die jetzt schon ohne Ausgleich in Teilzeit arbeiteten. Gesamtmetall beruft sich auf ein arbeitsrechtliches Gutachten, das diese Sichtweise stützt.