Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie mit mehr als 3,7 Millionen Beschäftigten war in der Nacht zum Donnerstag die Friedenspflicht ausgelaufen. Unmittelbar danach begann die IG Metall eine erste Warnstreikwelle, an der sich am Donnerstag rund 70 000 Beschäftigte in bundesweit nahezu 300 Betrieben beteiligt hatten.

Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Lohn, erweiterte Zugänge zur Altersteilzeit sowie eine bezuschusste Weiterbildungsteilzeit. Die Arbeitgeber bieten bislang 2,2 Prozent mehr Geld. Mit den Warnstreiks will die IG Metall Druck aufbauen bis zur dritten Verhandlungsrunde, die am 6. Februar im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen beginnt. Dann folgen die weiteren möglichen Pilotbezirke Bayern (9. Februar) und Baden-Württemberg (11. Februar).