Nach der jüngsten Rabattstudie seines CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen halten die Hersteller zwar an den Offerten fest, die in vielen Fällen beim Kauf eines Neuwagens Nachlässe von mehr als 30 Prozent auf den Listenpreis versprechen. Allerdings würden die Kunden von den sehr niedrigen Restwerten ihrer Diesel-Autos geradezu abgeschreckt.

Zusätzlich zeigten der sinkende Anteil privater Neuwagenkäufer und diesel-unabhängige Sonderangebote, dass die bisherigen, an Alt-Diesel gekoppelten Rabatte nicht mehr wirkten. Die Industrie reagiere wie gewohnt mit noch höheren Preisnachlässen, die für die kommenden Monate eine erneute Rabattschlacht erwarten ließen, erklärte Dudenhöffer in der am Samstag veröffentlichten Studie. So seien die Rabatte bei den Internethändlern ebenso geklettert wie die Quote der Eigenzulassungen von Herstellern und Handel. «Das Diesel-Pulver ist verschossen, die Privatkunden werden mit der schwieriger werdenden Konjunktur vorsichtiger», folgerte der Experte.

Ungewohnt hohe Nachlässe gebe es derzeit beim Premium-Hersteller BMW, der beispielsweise seinen 1er über Internethändler im Schnitt mit 22 Prozent Nachlass anbiete. An dem bevorstehenden scharfen Rabattwettbewerb werden sich neben den Volumenherstellern weitere Premiumanbieter beteiligen, erwartet Dudenhöffer.