Bislang lag die Obergrenze bei 2300 Euro pro Monat. Auch der Bargeldbetrag, den griechische Bürger bei jeder Auslandsreise mitführen dürfen, ist von 2300 auf 3000 Euro erhöht worden, wie das Finanzministerium in Athen weiter mitteilte.

Die Regierung hatte die Kontrollen eingeführt, um die Kapitalflucht aus dem Land einzudämmen. Es ist die dritte Lockerung seit Inkrafttreten der Kapitalverkehrskontrollen. Zuvor hatten die Griechen aus Angst vor einem finanziellen Zusammenbruch große Summen von ihren Konten abgehoben und das Geld ins Ausland beziehungsweise in Truhen und unter Matratzen versteckt.

Den Banken drohte damals der Zusammenbruch. Noch immer sollen rund 40 Milliarden Euro versteckt sein, berichtete die griechische Finanzpresse.

Wann die Kapitalverkehrskontrollen vollständig aufgehoben werden sollen, blieb zunächst unklar. Das wird nach Ansicht von Finanzexperten Monate nach dem Ende des dritten griechischen Hilfsprogramms sein. Dieses endet im August. Athen hofft, danach das nötige Vertrauen an den Finanzmärkten zurückgewonnen zu haben, um sich wieder eigenständig Kapital am Markt beschaffen zu können.