Das verlautete am Dienstag nach einem Treffen des Technikchefs Horst Amann mit Vertretern von Unternehmen, die die Brandschutzanlage installieren, aus Teilnehmerkreisen. Demnach gebe es momentan «keine Aspekte, die eine Zeitverschiebung nötig machen». Es bleibe aber bei den bekannten Risiken.

«Wir sind noch nicht bei allen Themen übern Berg», sagte ein Flughafensprecher nach dem Treffen. Weitere Aufschlüsse würden von den Rauchgasversuchen erwartet, mit denen bis Ende Februar die Funktionstüchtigkeit des Brandschutzes bewiesen werden soll. Wegen Mängeln beim Brandschutz musste die Eröffnung des Flughafens verschoben werden. Auch der Termin 27. Oktober gerät in Gefahr, wenn die Tests in den kommenden Wochen nicht zufriedenstellend verlaufen.

Amann sprach am Dienstag mit Vertretern von Siemens und Bosch über die Probleme. An dem Treffen nahmen auch der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, sowie der brandenburgische Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) und ein Mitarbeiter der Berliner Senatskanzlei teil. Bomba sagte anschließend dem RBB, die Firmenvertreter hätten versichert, dass intensiv an der Brandschutzanlage gearbeitet werde.

Bosch und Siemens bauen verschiedene Teile der Brandschutzeinrichtungen. Siemens ist verantwortlich für die Steuerung der Entrauchungsanlage. Dabei geht es um die Signale, die Klappen für den Abzug von Rauch öffnen. Die Firma wartet nach eigenen Angaben schon lange auf die endgültigen Planungsunterlagen, ohne die die Steuerung nicht komplett installiert werden kann. Zum gesamten Brandschutz gehören außerdem die Brandmeldeanlage, ein Warnsystem für Notfälle, die Steuerung der Türen bei einer Evakuierung des Gebäudes sowie die Sprinkleranlage.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der auch Flughafen-Aufsichtsratschef ist, gab zuletzt keine Garantie mehr für den Termin ab. Auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bezweifelte das Datum indirekt.