Wegen des auf die Langstrecke beschränkten Streiks hatten am Donnerstag rund 12 000 Passagiere ihre Ziele nicht erreicht. 62 Flüge fielen aus, 94 Flieger hoben ab.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hatte Kapitäne und Co-Piloten zu einem ganztägigen Streik auf den Langstrecken- und Frachtmaschinen aufgerufen. Betroffen waren die Flughäfen in Frankfurt, München und Düsseldorf. Obwohl VC die Gangart immer weiter verschärft, kommt in den erbittert geführten Tarifstreit so gut wie keine Bewegung.

Auf den Lufthansa-Vorschlag einer Schlichtung zu der besonders umstrittenen Frage der Übergangsrenten hat VC noch nicht reagiert. Die Gewerkschaft hält sich weitere Arbeitsniederlegungen offen. Nur die Weihnachtsfeiertage sind von der allgemeinen Streikdrohung demnach ausdrücklich ausgenommen.

Die Piloten geraten jedoch immer stärker unter öffentlichen Druck. So klagten die Reiseveranstalter, die Streiks bei Bahn und Lufthansa hätten das Geschäft belastet. Der deutsche Geschäftsreise-Verband VDR forderte in einem Brandbrief Lufthansa und VC auf, den Konflikt am Verhandlungstisch schnell zu lösen.