Das ergibt sich aus der alljährlichen Online-Umfrage des Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung mit rund 6000 Teilnehmern. Mit den teils kräftigen Lohnzuwächsen 2016 steige auch das Weihnachtsgeld vielfach, so das Tarifarchiv. Insgesamt wachse es um 2,5 bis 3 Prozent. Arbeiten die Menschen in einem tariflich gebundenen Betrieb, erhalten sie wesentlich häufiger (71 Prozent) die Sonderzahlung zum Jahresende als ohne Tarifvertrag (44 Prozent).

Zu den tariflichen Leistungen kommen freiwillige Gratifikationen oder Erfolgsprämien. Das Gesamtvolumen der Arbeitgeberleistung zum Jahresende wird auf rund 50 Milliarden Euro bundesweit geschätzt. Auch der öffentliche Dienst und viele Beamte bekommen nach unterschiedlichen Regelungen Sonderzahlungen. Das Geld fließt oft in den Konsum - klassisch für Weihnachtsgeschenke oder Reisen - oder es wird für die Altersvorsorge gespart.