Schon zuvor waren griechische Anleihen den Experten zufolge nur noch für Spekulanten geeignet («Ramsch»). Nun sollten diese zusätzlich auch noch besonders optimistisch sein, was den weiteren Fortgang der Dinge angeht.

Fitch begründete die Abstufung am Freitagabend mit dem fehlenden Zugang Griechenlands zum Kapitalmarkt, den unsicheren Aussichten auf

pünktliche Bezahlung durch staatliche Institutionen und der

angespannten Liquiditätslage des heimischen Bankensektors. All dies

setze die Finanzlage des Landes unter extremen Druck.

Zu anderen Euro-Ländern äußerte sich Fitch deutlich positiver. So winkt Portugal sogar eine Heraufstufung, denn die Agentur setzte den Ausblick für das zur Zeit bei «BB+» stehende Rating auf «positiv». Portugal dürfe im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erwarten. Erst vor gut einer Woche hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) Portugal eine bessere Note für die Kreditwürdigkeit in Aussicht gestellt. Das ehemalige Euro-Krisenland hatte den EU-Rettungsschirm im Mai 2014 verlassen.