Der größte deutsche Energieversorger Eon sorgt sich zunehmend um die Wirtschaftlichkeit seiner deutschen Atomkraftwerke. "Fakt ist, dass Kernkraftwerke durch die Kernbrennstoffsteuer momentan ganz überwiegend Geld für die Staatskasse verdienen", sagte Eon-Vorstand Mike Winkel.

Hintergrund ist, dass durch den Ökostrom-Anteil von bereits 25 Prozent die Großhandelspreise von über 50 auf 35 bis 37 Euro die Megawattstunde gefallen sind. Auch frühere Stilllegungen gelten nicht mehr als ausgeschlossen. Ein Eon-Sprecher betonte aber auf Anfrage: "Stilllegungen von Kernkraftwerken stehen derzeit nicht zur Debatte."

Eon betreibt noch die Meiler Grafenrheinfeld, Isar 2, Grohnde und Brokdorf, die wie die anderen verbliebenen fünf AKW schrittweise bis 2022 vom Netz gehen sollen. Da die Anlagen bisher als systemrelevant gelten, könnte ein früheres Aus von der Bundesnetzagentur untersagt werden - dann müssten über den Strompreis aber Sondervergütungen für den Weiterbetrieb der entsprechenden Atommeiler gezahlt werden. dpa