Unter dem Strich stand ein Minus von 700 Millionen Franken (576 Mio Euro), wie die Schweizer Großbank am Dienstag mitteilte. Das ist der höchste Verlust seit der Finanzkrise 2008. Vor einem Jahr hatte die Bank noch 1,05 Milliarden Franken verdient.

Nach langen Verhandlungen hatte die Bank im Mai das US-Steuerverfahren mit einem Vergleich beigelegt. Sie musste eine Gesamtstrafe von 2,6 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro) zahlen und offiziell gestehen, dass sie US-Bürgern beim Hinterziehen von Steuern geholfen hat.

Es war die höchste Strafe, die US-Behörden jemals gegen ein Unternehmen wegen steuerrechtlicher Vergehen verhängten. Die Buße belastete das Ergebnis mit 1,6 Milliarden Franken, da die Bank zuvor nur für einen Teil Rückstellungen gebildet hatte.

Die hohe Strafe drückte auch auf die Kapitalpuffer der Bank. Die harte Kernkapitalquote - das Verhältnis von Eigenkapital zu den Risikopositionen - sackte verglichen mit dem Vorquartal um 0,5 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent ab, einer der schwächsten Werte unter den internationalen Großbanken. Bis Ende 2014 will der Vorstand die Quote wieder über 10 Prozent steigern. Ist diese Marke erreicht, winkt die Bank mit einer höheren Dividende. Um die Kapitalpuffer schneller zu stärken, kündigte die Bank an, den Rohstoffhandel einzustellen. Damit folgt sie ähnlichen Schritten der Deutschen Bank und der US-Großbank JPMorgan.

Die Auswirkungen der Einigung in den USA auf das operative Geschäft hätten sich in «engen Grenzen» gehalten, sagte Vorstandschef Brady Dougan. So warb der Konzern in der Vermögensverwaltung im abgelaufenen Quartal mit 10,1 Milliarden Franken (Vorjahr: 7,6) netto deutlich mehr bei seinen Kunden ein als von Analysten erwartet. Vor allem in Asien und in der Schweiz war die Bank dabei erfolgreich, während Europäer unter dem Strich 4,1 Milliarden Euro abzogen.

Überraschend robust hielt sich das Investmentbanking. Der schwankungsanfällige Konzernbereich verdiente vor Steuern 752 Millionen Franken nach 754 Millionen vor einem Jahr. Dabei profitierte die Bank davon, dass sich das zuletzt enttäuschende Anleihengeschäft etwas stabilisierte. Zudem gab es Zuwächse im Beratungsgeschäft etwa bei Firmenübernahmen oder Aktienemissionen.