Zum Vorquartal betrug der Zuwachs saison- und kalenderbereinigt 1,7 Prozent. Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort. 2015 sind die deutschen Arbeitskosten mit 2,6 Prozent das fünfte Jahr in Folge stärker gestiegen als im Durchschnitt der EU (2,0 Prozent), wie das Statistikamt weiter berichtete. Im Gebiet der Gemeinschaftswährung Euro betrug der Kostenzuwachs nur 1,5 Prozent, in Frankreich waren es 1,1 Prozent.

Die höchsten Wachstumsraten wurden in Ländern mit starkem wirtschaftlichem Nachholbedarf registriert. So kletterten die Kosten in Rumänien um 8,4 Prozent und in Lettland um 7,4 Prozent. In Zypern (-0,9 Prozent) und Italien (-0,2 Prozent) waren die Kosten sogar rückläufig. Grundsätzlich schwächen höhere Arbeitskosten die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft, sind aber auf der anderen Seite auch Ausdruck höherer Produktivität.