Rechteck, Kreis, mit Farbe Füllen. Künstlerische Meisterwerke wurden mit dem Grafik-Programm "Paint" wohl nie geschaffen. Ehr aus nostalgischen Gründen gehört die Software auch im Jahr 2017 noch zu den Klassikern unter den Windows-Programmen. Wurden damit doch die ersten digitalen Mandalas auf Papiert, oder besser auf den Bildschirm gebracht. Doch das könnte jetzt ein Ende haben.


"Paint" wird nach über 30 Jahren nicht mehr weiterentwickelt

Die Zeit von Microsofts Grafik-Programm "Paint" läuft nach mehr als 30 Jahren ab. Der Konzern setzte den Klassiker auf die Liste veralteter Software bei seinem nächsten Update des Betriebssystems Windows 10 im Herbst. In der Microsoft-Sprachregelung bedeutet dies, dass ein Programm nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird und in späteren Windows-Versionen weggelassen werden könnte.

Die verschiedenen "Paint"-Varianten waren seit 1985 fester Bestandteil von Windows und daher für viele Nutzer auch die Programme, in denen sie ihre ersten Versuche mit Grafik-Software machten. Mit dem vergangenen Windows-10-Update im Frühjahr veröffentlichte Microsoft "Paint 3D" mit Software-Werkzeugen für 3D-Inhalte, das Programm hat aber wenig mit dem Original-"Paint" gemeinsam.


"Paint" verschwindet nicht komplett

Nach der Welle nostalgischer Liebesbekundungen für das offiziell als veraltet eingestufte Grafik-Programm hat Microsoft klargestellt, dass der Software-Klassiker als separate App weiterleben soll.

In der Nacht zum Dienstag erklärt Microseoft in einem Blogeintrag, "Paint" werde nicht verschwinden, sondern "bald" als Gratis-Anwendung in den Windows Store kommen. Das mit dem vergangenen Windows-10-Update im Frühjahr veröffentlichte Programm "Paint 3D" mit Software-Werkzeugen für 3D-Inhalte werde auch in Zukunft weiterentwickelt.