Heute der heilige Martin, morgen Allerheiligen, demnächst vielleicht auch noch Weihnachten. Es gibt Zeitgenossen, die offenbar bereit sind, auf dem Altar der Beliebigkeit nahezu jede christliche Tradition zu opfern.
Welch ein Ungeist, der jedem billigen Trend folgend liebgewordene Traditionen mit einem Federstrich beiseite wischt!

Die Trennung von Kirche und Staat ist verfassungsrechtlich verankert. Und das ist auch gut so. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir deswegen über Jahrhunderte gewachsene christliche Gepflogenheiten und Werte aufgeben müssten. Im Gegenteil: Sie sind sowohl in kirchlichen wie auch kommunalen Kindergärten geradezu gefordert.

Weil unser Nachwuchs so am besten religiöse Überlieferungen und deren Inhalte kennenlernen kann. Genau die haben unser Leben in Mitteleuropa nun einmal entscheidend geprägt. Die Forderung nach Abschaffung des Martinsfestes steht für einen fatalen Zeitgeist, der, um zu gefallen, bereit ist, sogar die eigene Identität zu leugnen.

Gott sei Dank wehrt sich diese Gesellschaft noch gegen solches Denken. Sonst werden aus unseren Weihnachtsengeln wie zu DDR-Zeiten am Ende "geflügelte Jahresendzeitfiguren"