Der Franke Matthias Mangiapane wurde am Donnerstag aus dem Dschungelcamp gewählt. In Australien ist schon Abend, als die Redaktion Matthias Mangiapane am Freitagvormittag erreicht. Elf Stunden zuvor hatten ihn die Fernsehzuschauer nach knapp zwei Wochen aus dem Dschungelcamp gewählt.

"Fünf Minuten haben wir", sagt die Pressefrau von RTL, die Liste der Interviewanfragen sei lang. Mangiapane, der Reality-TV-Darsteller aus dem Hammelburger Stadtteil Diebach (Lkr. Bad Kisingen), hat es auf Platz fünf der Trash-Show geschafft, an diesem Samstag (RTL, 20.15 Uhr) ist das Finale.

Frage: Wie groß ist die Enttäuschung nach dem Aus am Donnerstag?
Matthias Mangiapane: Ich bin überhaupt nicht enttäuscht. Ich bin megahappy, glücklich und stolz, dass ich es soweit geschafft habe. Platz fünf ist großartig. Da waren Leute dabei, die sind viel prominenter als ich.

Was war der schönste Moment?
Mangiapane: Das war natürlich der Heiratsantrag von Hubert. Jeder konnte es sehen. So etwas gab es noch nie im Dschungelcamp.

Und der schlimmste Augenblick?
Mangiapane: Das war die zweite Dschungelprüfung, wo ich zwei Meter tief ins Wasser in den engen Tunnel steigen sollte. Und es einfach nicht konnte.

Was waren die ekligsten Tiere?
Mangiapane: Ganz eindeutig die Kakerlaken. Da reagiere ich allergisch. Der Ausschlag ist noch immer zu sehen. Andererseits ist es mir auch gelungen, Phobien zu überwinden.

Welche?
Mangiapane: Meine Höhenangst zum Beispiel. Auch Ratten machen mir nichts mehr aus. Das hätte ich nicht gedacht, weil mir Sauberkeit im Alltag so wichtig ist.

Sie haben zeitweise heftig polarisiert. In der Boulevardpresse und in den sozialen Medien hat man Sie als "Mecker-Matze" oder "Kajal-Memme" verspottet. Haben Sie davon etwas mitbekommen?
Mangiapane: Die ersten Berichte habe ich jetzt nachgelesen. Das amüsiert mich eher. Ich bin mir treu geblieben, ich wollte gar nicht um jeden Preis gefallen. Wer immer nur Everybody's Darling sein will, ist schnell Everybody's Arschloch. Das ist schon immer mein Motto, da stehe ich zu. Ich habe soviel Positives im Camp erlebt, das reicht bis 2020. Da stecke ich bösartige Kritik, Neid und Missgunst locker weg.

Was war das Positive?
Mangiapane: Das Überwinden der Phobien, meiner Ängste zum einen. Und dann die tollen Menschen da. Wir haben miteinander viel Spaß gehabt, aber auch sehr persönliche Gespräche geführt. Ich habe Freundschaften vertieft und neu geschlossen.

Mit wem?
Mangiapane: Tatjana Gsell und Natascha Ochsenknecht sind gute Freundinnen.
Wir haben uns noch im Dschungel zum gemeinsamen Feiern, Essen und Shoppen in Deutschland verabredet. Aber auch unter den Fernsehzuschauern habe ich offensichtlich Fans gewonnen. Das hat sich gelohnt. Ich würde immer wieder ins Dschungelcamp gehen.

Und wer soll Ihrer Meinung nach nun am Samstag zum neuen Dschungelkönig gekürt werden?
Mangiapane: Ganz klar: Daniele Negroni. Wie er sich in den zwei Wochen zu einem reifen, erwachsenen Mann entwickelt hat, hat mich beeindruckt. Ich habe ihn ins Herz geschlossen. Und wünsche ihm die Krone.

Zum Abschluss noch eine Botschaft nach Unterfranken?
Mangiapane (lacht): Ich freue mich riesig, nächste Woche wieder heimzukommen, in unser Schlösschen nach Diebach, zur Familie, zu Papagei und Hunden.