Deutschlands Nummer eins Martin Kaymer kam weder in den Vierern am Vormittag (Ortszeit) noch in den Duellen am Nachmittag im Medinah Country Club zum Einsatz. Europa-Kapitän José Maria Olazabal verzichtete am Samstag komplett auf den 27-jährigen Düsseldorfer.

Zu Beginn des zweiten Tages machten die US-Amerikaner auf dem über 7000 Meter langen Course No.3 in der Nähe von Chicago dort weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Die Männer von Team-Kapitän Davis Love III dominierten die Matches gegen eingeschüchtert wirkende Europäer fast nach Belieben. Drei der vier Vormittags-Duelle gingen an die US-Boys. Einzig die Engländer Justin Rose und Ian Poulter konnten gegen Bubba Watson und Webb Simpson einen Punkt gewinnen.

Eine überragende Vorstellung zeigten erneut Ryder-Cup-Debütant Keegan Bradley und Routinier Phil Mickelson. Das US-Duo deklassierte die Engländer Lee Westwood und Luke Donald mit 7 und 6. Damit war diese Partie bereits nach dem zwölften Loch entschieden. «Wir hatten so viel Spaß, und die Fans haben uns eine Menge Energie gegeben. Da kann man einfach nur sein bestes Golf spielen», sagte der überglückliche Mickelson, der mit seinem Partner Bradley den dritten Sieg im dritten Match feierte.

Auch die US-Paarungen Jason Dufner/Zach Johnson und Jim Furyk/Brandt Snedeker gewannen ihre Partien gegen Nicolas Colsaerts/Sergio Garcia beziehungsweise Rory McIlroy/Graeme McDowell. Superstar Tiger Woods musste zum ersten Mal in seiner Ryder-Cup-Karriere pausieren. Kapitän Love III verzichtete am Vormittag auf den 14-fachen Major-Sieger. In den Nachmittags-Duellen war der Weltranglisten-Zweite wieder am Start.

Am Samstagnachmittag folgten vier Duelle im Fourball, bei denen jeder der vier Profis mit einem eigenen Ball spielt und der Bessere aus jedem Team gewertet wird. Zum Abschluss am Sonntag werden noch zwölf Einzel ausgetragen. Um die Ryder-Cup-Trophäe behalten zu können, benötigen die Europäer aus insgesamt 28 Matches 14 Punkte. Die USA müssen mindestens 14,5 Punkte sammeln.