Weltklasse-Tennis vor Zuschauern, und das in der Corona-Zeit: In Berlin schlagen eine Handvoll Spitzenprofis und deutsche Stars in dieser Woche bei zwei Einladungsturnieren auf.

Die Veranstalter wollen die deutsche Hauptstadt, wo in diesem Juni eigentlich eine neues Rasenturnier für Damen Premiere haben sollte, wieder als Tennis-Standort etablieren.

SO LÄUFT DIE TENNIS-WOCHE IN BERLIN

Von heute (12.00 Uhr/Eurosport) bis Mittwoch wird zunächst auf Rasen im Steffi-Graf-Stadion aufgeschlagen, wo die deutsche Tennis-Legende früher auf Sand jahrelang die German Open dominierte. Die Veranstalter wollen das Steffi-Graf-Stadion nach eigenen Worten wieder aus dem Dornröschenschlaf wecken. Von Freitag bis Sonntag folgt ein zweites Turnier auf Hartplatz in einem ehemaligen Hangar des Flughafens Tempelhof. Dort dürfen bis zu 200 zahlende Fans dabei sein, im Grunewald bis zu 800. Die Tickets kosten 120 bis 150 Euro.

DAS IST DER TURNIERMODUS

Bei den Damen und Herren sind jeweils sechs Profis dabei. Die beiden besten sind für das Halbfinale gesetzt, die anderen vier treten im Viertelfinale an. Neben dem Finale gibt es auch ein Spiel um Platz drei. Es gibt eine Gesamtwertung für beide Turniere, jeweils 100.000 Euro werden am Ende gestaffelt nach den Platzierungen ausgeschüttet.

DIESE PROFIS SIND DABEI

Bei den Herren stehen der Weltranglisten-Dritte Dominic Thiem und der auf Rang acht geführte Italiener Matteo Berrettini als Gesetzte im Halbfinale. Thiem spielt dort gegen den 2017 zurückgetretenen 42 Jahre alten Tommy Haas oder das 18 Jahre junge Talent Jannik Sinner aus Italien, die am Montag in einem Generationenduell gegeneinander antreten. Das Turnier eröffnet Jan-Lennard Struff gegen den Spanier Roberto Bautista Agut, der Sieger trifft auf Berrettini.

Die Weltranglisten-Fünfte Jelina Switolina aus der Ukraine und die siebtplatzierte Niederländerin Kiki Bertens sind schon für das Halbfinale qualifiziert. Dorthin wollen am Montag auch Julia Görges gegen die Lettin Anastasija Sevastova und Andrea Petkovic im Duell mit der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien.

DIESE PROFIS SIND NICHT DABEI

Eigentlich sollten der Hamburger Alexander Zverev und Nick Kyrgios die Fans anlocken. Kyrgios blieb wegen der schwierigen Corona-Lage aber daheim in Australien, Zverev testet derzeit den Spanier David Ferrer als neuen Trainer. Seine Teilnahme an der umstrittenen Adria-Tour und Party-Videos hatten ihm zuletzt Kritik eingebracht.

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