«King James» zeigte, dass er auch in wichtigen Spieln große Leistungen abrufen und ein Team führen kann. Dank der LeBron-Show glich Miami in der Best-of-Seven-Serie der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA zum 3:3 aus. Die entscheidende Partie findet am Samstag in Miami statt. Wer dieses Spiel gewinnt, trifft im Finale um den wichtigsten Vereinstitel der Basketball-Welt auf die Oklahoma City Thunder und wird Nachfolger von Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks.

Der überragende James sagte: «Wir wussten, dass wir das Spiel gewinnen müssen.» In der regulären Saison war der Forward bereits zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt worden. «Solange ich auf dem Platz war, wollte ich für meine Teamkollegen da sein - im Angriff und in der Abwehr. Ich glaube, das habe ich geschafft.»

Doc Rivers, Trainer des Rekordmeisters aus Boston, gestand ein, «dass es an diesem Abend zu viel LeBron» war. «Er nahm jeden Schuss, dem konnten wir nichts entgegensetzen.» Miamis Coachs Erik Spoelstra erklärte: «LeBron war absolut furchtlos, und er war ansteckend für die anderen Spieler. Er ist wohl der erfahrenste Spieler in der Liga, und er war in der Lage, eine Menge davon an diesem Abend abzurufen.»

Miami macht gleich zu Beginn der Partie klar, dass das Team an seine Chance glaubt. Allein 30 LeBron-Punkte in der ersten Hälfte verschafften den Gästen ein 55:42-Polster zur Halbzeit. Im dritten Viertel verkürzte der 17-fache Champion aus Boston zwar noch einmal auf zehn Punkte. Miami blieb jedoch cool und gewann souverän.