Der Abstand auf die Führungsspitze war bis dahin schon auf 12 Zähler gewachsen. Der Weltranglisten-Sechste Kaymer hatte sich erstmals für die beiden Schlussrunden auf dem Par 72-Kurs im Augusta National GC qualifiziert.

«Ich habe richtig, richtig gutes Golf gespielt, und da war noch so viel mehr drin», hatte der 27-Jährige aus Mettmann nach zwei Runden - und schlaggleich mit dem viermaligen Masterssieger Tiger Woods auf Rang 40 - hoffnungsvoll den Angriff auf die Spitzenplätze angekündigt. Aber selbst die besten Vorsätze halfen dem PGA- Champions-Sieger von 2010 bei der Herausforderung auf dem Grand Slam-Platz mit den superschnellen und stark ondulierten Grüns nicht weiter. Am Freitag hatte bereits der zweimalige Masters-Sieger Bernhard Langer (152-72+80) den Cut von plus 5 um drei Schläge verpasst.

Nach zwei Birdies auf den ersten drei Löchern schien die Welt für Kaymer am Samstag noch in Ordnung. Aber dann riss der Faden und nach vier Bogeys bis zum 14. Grün war die Luft für den Rheinländer raus.

Aber auch für Tiger Woods sind die Aussichten auf seinen fünften Masters-Titel seit dem Rekordsieg 1997 mit 18 unter Par auf ein Minimum gesunken. Mit 219 Schlägen (72+75+72) blieb der ehemalige Weltranglisten-Erste im Mittelmaß der versammelten Weltelite hängen.

Als Woods sein Tagewerk beendet hatte, lagen der Vortagsführende Jason Dufner bei sechs unter Par nach zwei gespielten Löchern der dritten Runde und der Engländer Lee Westwood (5 unter Par nach drei Löchern) in Führung. Der 52 Jahre alte ehemalige Masterssieger von 1992, Fred Couples (139-72+67), war nach seiner mit Dufner geteilten Führung schon zurückgefallen.