«Ich habe mir gedacht: Tschüss, Danke fürs Anfeuern. Ich wollte den Leuten einfach etwas zurückgeben von meiner Freude, auch über den dritten Platz», beschrieb die Rekordweltmeisterin später ihre Gefühle. Bei der Siegerehrung flirtete die 24-Jährige dann mit Bumsi, dem bärigen Maskottchen.

Den 20 000 Zuschauern in der Antholzer Südtirol-Arena rief die Doppel-Olympiasiegerin nach dem elften Podestplatz der Saison zu: «Ich verabschiede mich als Sportlerin, aber ich komme mit Sicherheit als Zuschauerin wieder.»

56 Tage vor ihrem letzten Biathlon-Rennen vergab Neuner ihren 30. Weltcupsieg im letzten Schießen. «Ich habe einfach zweimal daneben geschossen», sagte die 24-Jährige. Sie freute sich von Herzen über den 56. Podestplatz an der Geburtsstätte ihrer erstaunlichen Karriere. «Wieder auf dem Podium, das ist das, was zählt. So kann ich mich mit einem guten Gefühl von Antholz verabschieden.»

Beim Massenstart war die siebenmalige Weltmeisterin Henkel wieder dabei, kam mit zwei Fehlern auf Rang 13. Miriam Gössner, die in der Staffel ein starkes Rennen gelaufen war, musste gleich siebenmal in die Strafrunde. Sie kam als 30. und Letzte ins Ziel, wurde von den Fans aber fast genauso gefeiert wie Neuner. Die Wallgauerin war unter ohrenbetäubendem Jubel hinter der Weißrussin Darja Domratschewa und der Slowakin Anastasija Kuzmina eingelaufen.

Den ersten deutschen Staffel-Sieg der Saison vergab Peiffer am Sonntag beim letzten Schießen, als der Sprint-Weltmeister in die Strafrunde und die Franzosen deshalb ziehen lassen musste. «Die anderen haben einen Superjob gemacht. Ich war schon etwas platt, deshalb musste ich am Schießstand alles riskieren», sagte Peiffer.