«Ich habe bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir es schaffen», sagte ein abgekämpfter Edelmann im Ziel. Trotz dieser hauchdünnen Niederlage konnte das Quartett Johannes Rydzek (Oberstdorf), Fabian Rießle (Breitnau), Eric Frenzel (Oberwiesenthal) und Edelmann (Zella-Mehlis) mit seiner Leistung zufrieden sein. «Irgendwann schlägt unsere Stunde», sagte Frenzel zur hauchdünnen Niederlage beim einzigen Team-Weltcup in dieser Saison. Großes Pech hatten die Österreicher: Ihr Schlussläufer Bernhard Gruber stürzte kurz vor der Ziellinie in Führung liegend. Damit blieb nur Rang drei mit 6,9 Sekunden Rückstand vor Frankreich.

Das deutsche Team hatte sich beim Springen am Vormittag auf der Großschanze in der Erdinger Arena als Dritter eine gute Ausgangsposition für die abschließende Staffel verschafft. Frenzel war dabei mit 128 Metern als Vierter bester DSV-Vertreter. Lokalmatador Rydzek (124 m) und der Weltcup-Gesamtzweite Edelmann (123,5) zeigten ebenfalls ordentliche Leistungen. Nur der anstelle von Björn Kircheisen nominierte Rießle enttäuschte mit 111,5 Metern.

In der Loipe auf den WM-Strecken im Langlaufstadion Ried machte Startläufer Rydzek jedoch schnell die 18 Sekunden Rückstand auf Österreich wett und ließ auch Norwegens Alt-Star Magnus Moan nur drei Sekunden vor sich. «Das war ein Wahnsinnsgefühl», sagte Rydzek. Rießle schloss sogar zu den Skandinaviern auf. «Ich war nach dem Springen sauer und wollte das in der Loipe wieder gutmachen», sagte er. Bundestrainer Hermann Weinbuch lobte sein Auftakt-Duo: «Ich bin hochzufrieden mit meinen beiden jungen Leuten.»

Als nach dem zweiten Wechsel der Österreicher Mario Stecher zu Frenzel und dem Norweger Jan Schmid aufschloss, entwickelte sich auf der schwer zu laufenden Strecke ein spannender Dreikampf. Im letzten Durchgang konnte zwischenzeitlich sogar Frankreichs Schlussläufer Jason Lamy Chappuis zu dem Trio aufschließen. Der Weltcup-Führende hatte nach einer phänomenalen Aufholjagd 1:17,8 Minuten Rückstand wettgemacht, musste dann aber dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. Edelmann verzichtete taktisch klug auf Führungsarbeit, konnte aber trotz Grubers Sturz nicht mehr den ganz großen Coup landen.