Der Geschäftsführer des BVB stellte dabei in «19:09 - der schwarzgelbe Talk» auch klar, dass sie bei einem Vertrag dem 20-Jährigen von Red Bull Salzburg keine Option für einen frühzeitigen Abschied ermöglichen wollen würden. «Wenn er käme, würden wir versuchen, es ohne Ausstiegsklausel hinzubekommen», sagte Watzke bei der Veranstaltung der «Ruhr-Nachrichten» und von Radio 91.2.

Sie stünden bei Adeyemi aber nicht unter Druck und er würde auch keine Wasserstandsmeldungen abgeben, sagte Watzke. Der 62-Jährige betonte aber: «Ich glaube, der Spieler hat schon mehr oder weniger das Gefühl vermittelt, dass er zum BVB will. Das müssen wir irgendwie hinkriegen.»

Adeyemi soll Medienberichten zufolge ein Vertrag über eine Laufzeit von fünf Jahren vorliegen. Beide Vereine sollen sich über einen Transfer des Offensivspielers geeinigt haben. Der Vertrag des bisher dreimaligen Nationalspielers beim Salzburger Red-Bull-Club ist noch gut zwei Jahre bis zum 30. Juni 2024 gültig.

Bei Reus und Hummels alles offen

In Sachen Erling Haaland, dem der BVB durch eine Ausstiegsklausel einen vorzeitigen Weggang in diesem Sommer ermöglicht, gab sich Watzke auch eher entspannt. «Das Entscheidende ist doch: Es wird weitergehen», sagte der BVB-Geschäftsführer: «Wenn Borussia Dortmund eins kann, dann ist es, den Nächsten zu finden. Eine Mannschaft macht immer mehr aus als ein Spieler.»

Ob auch Marco Reus und Mats Hummels nach der nächsten Saison weiter zu der Mannschaft zählen, ließ Watzke offen. Der Kapitän des BVB und der Abwehrchef der Westfalen haben noch jeweils einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. «Wenn ein Spieler deutlich jenseits der 30 ist, muss man gucken, wie lange er noch in der Lage ist, Top-Leistungen zu bringen», sagte Watzke. Reus wird am 31. Mai 33 Jahre alt, Hummels Mitte Dezember 34. «Wir warten das ab, man kann es nicht prognostizieren. In der nächsten Saison werden wir die Gespräche führen und uns klar in die Augen schauen. Beide Spieler haben hohe Verdienste. Das Vertrauen ist hundertprozentig da», sagte Watzke.