Wenn man die erste Variante nimmt, liegt die Fußbodenheizung direkt im Estrich. Bei der anderen Lösung sind die Trockenbauplatten dazwischen gelegen. Bei der Nassverlegung kommt es zu direktem Kontakt von Heizungsrohr und Estrich, was einen besseren Wärmeübergang bedeutet. Wie man eine Nassverlegung durchführt, erfährt man in diesem Beitrag.

Estrichlegen Schritt für Schritt

Auf die zuvor vorbereitete rohe Betondecke im Zimmer kommen nacheinander Wärmedämmung und Trittschalldämmung. Danach folgen die Feuchtigkeitssperre sowie Baustahlgewebe. Zum Schluss beschäftigt man sich mit dem Verlegen der eigentlichen Fußbodenheizung. Eine gute Lösung, um beim Verlegen so wenig Bogen wie möglich zu schlagen, sollte das Verlegen der Rohre in Schlangenlinie bringen. Sind die Rohre verlegt, sollte man die Fußbodenheizung mindestens einer Dichteprüfung unterziehen. Wenn zu diesem Zeitpunkt etwas nicht funktionieren oder undicht sein soll, kann man das ohne größeren Aufwand aufbessern beziehungsweise reparieren. Wird jedoch der Estrich ohne Überprüfung der Fußbodenheizungsanlage verlegt, muss er dann wieder aufgemacht werden, um die undichte Stelle zu finden. Hat man mit dem Estrichverlegen keine Erfahrung, kann man im Internet nachschauen: Einen Estrichleger finden Sie hier
 
Mit richtiger Polsterung für Wärme sorgen

Als nächster Schritt kommen die Polsterungen zum Einsatz. Sie werden deshalb benötigt, weil sich die Heizungsrohre im Estrich ohne Hinderungen ausdehnen können, sobald sie warm werden. Verwendet man bei Fußbodenheizung keine Polsterung, kann es nach einiger Zeit dazu kommen, dass es zu Rohrbrüchen kommt. Das würde wieder zusätzliche Arbeit bedeuten: Der Fußboden müsste man öffnen, um die defekte Röhre auszutauschen. Das ist auch der Grund dafür, dass auch an dem Rand des Fußbodens Dämmstreifen angebracht werden – der Heizestrich dehnt sich nämlich bei Wärme auch aus. Damit sich die Wärme beim Heizen regelmäßig verteilen kann, werden über die Röhre spezielle Leitbleche montiert. Am besten wird es gelingen, wenn die Arbeiten mindestens zu zweit durchgeführt werden, manche Arbeitsschritte erfordern nämlich jemanden, der helfen kann.
 
Die anschließende Estrichverlegung

Zum Schluss gießt man darüber den Heizestrich, der dann mit Sorgfalt auf die Oberfläche regelmäßig verteilt wird. Dabei sollte man beachten, dass die Rohre komplett umschlossen werden. Von der Estrichdichte her sollte man im Schnitt zwischen 40 und 70 Millimeter Estrich eingießen. Beim Zementestrich wartet man dann ungefähr drei Wochen, bis die Estrichmasse einigermaßen trocken und betriebsbereit ist. Bei Anhydritestrich ist die Wartezeit etwas kürzer. Hat man alle Arbeiten erledigt und die Trockenzeit abgewartet, steht es nichts mehr im Weg, um die Heizung auszuprobieren.