Auch wenn das Netbook Experten zufolge immer mehr zu einem Nischenprodukt wird, sind sie nach wie vor beliebt und gesucht. Verbraucher werden allerdings beim Kauf mit für sie zum Teil völlig fremden Begriffen konfrontiert und auch der nette Berater im Elektronikfachmarkt ist nicht immer die größte Hilfe. Mit diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie beim Kauf eines Netbooks auf www.discount24.de wissen müssen.

Tablets liegen aktuell klar im Trend. Spätestens seit dem bahnbrechenden Erfolg von Apple und seinem iPad versuchen viele Konkurrenten, einen ähnlichen Triumph zu erzielen. Für viele Menschen kann das Tablet den normalen Rechner allerdings nicht ersetzen. Das liegt unter anderem an der fehlenden Tastatur aber auch an dem gewohnten Betriebssystem namens Windows. Eine günstige und praktische Alternative zum großen Notebook ist das Netbook. Sie sind im Grunde Notebooks in Miniaturform: Klein, leicht, mit Windows und einer Tastatur ausgestattet bieten sie ihrem Nutzer alles, was er sich nur wünschen kann.

Bildschirm: Die größe ist wichtig

Das erste Kaufargument beim Netbook ist die Bildschirmgröße. Zwar sind die kleinen Netbooks äußerst praktisch, wenn das Display allerdings zu klein ist, leiden schnell die Augen darunter. Modelle mit einem Display kleiner als neun Zoll sind nicht empfehlenswert, denn je kleiner der Bildschirm, desto kleiner fällt auch die Tastatur aus. Ihr neues Netbook sollte einen mindestens zehn Zoll großen Bildschirm (10,1 oder 10,2 Zoll Diagonale) mit einer Auflösung von 1.024 x 576 Pixel oder mehr besitzen. Eine geringe Auflösung ist für Netbook-Besitzer problematisch, wenn sie viel im Web surfen. Das Internet ist auf die Auflösung 1.024 x 768 Pixel ausgerichtet. Besitzt das Netbook eine geringere Auflösung, müssen seine Besitzer scrollen, was durchaus lästig sein kann.

Wer mit dem Netbook regelmäßig im Freien arbeiten möchte, sollte auf ein mattes Display achten, welches Licht nicht reflektiert. Die Helligkeit des Displays sollte für einen optimalen Outdoor-Betrieb mindestens 200 cd/qm betragen. Bei den einzelnen Bildschirmen gibt es zum Teil große Unterschiede in Kontrast und Helligkeit. Hier helfen Testberichte von Experten im Internet, die die Werte genau messen.

Prozessoren: Schnell und sparsam

Als der Netbook-Boom ausbrach, wurden die meisten Geräte mit Intels Atom-Prozessoren ausgeliefert. Atom-Prozessoren haben bis vor Kurzem den Netbook-Markt dominiert. Mittlerweile gibt es auch einige Modelle mit AMD-Prozessoren (Athlon II, C-, E- und V-Series) sowie den stärkeren CPUs von Intel (Celeron), sie sind jedoch eher die Ausnahme.

Die ersten Netbooks aus dem Jahr 2009 waren mit dem Intel Atom N270 ausgestattet. Mit einem Stromverbrauch von 2,5 Watt (TDP) war das Ziel des Prozessors, möglichst wenig Strom zu verbrauchen und dabei eine gute Performance zum Websurfen, Office-Arbeiten und E-Mail zu ermöglichen. Ende 2011 veröffentlichte Intel unter anderen den Intel Atom N2800, eine Dual-Core-CPU mit vier Threads und einem Stromverbrauch von bis zu 6,5 Watt (TDP). Die Leistungssteigerung des N2800 im Vergleich zum N270 beträgt in Cinebench etwa 100 Prozent.

Bei der Wahl des Netbooks sollten Verbraucher auf eine CPU der neusten Generation achten. Die Taktraten sind dagegen kein Wert für Leistung, denn neuere CPUs sind trotz niedriger Taktraten schneller als ihre Vorgänger. Dies verdanken sie zahlreichen Optimierungen und der besseren Herstellungstechnologie.

Wie zuvor erwähnt, wählen einige Hersteller Prozessoren des Konkurrenten AMD. Hier ist zu beachten, dass die AMD C-Series in etwa auf Niveau der Intel Atoms sind. Ihre integrierten Grafikkarten sind dagegen der Intel-Variante überlegen.

Akkulaufzeit: Saft für unterwegs

Angesichts der Tatsache, dass in den meisten Netbooks dieselben Prozessoren verbaut wurden, gibt es bei der Akkulaufzeit keine großen Unterschiede. Die meisten Geräte schaffen sieben bis neun Stunden im WLAN-Betrieb. Bei einer ständigen Video-Wiedergabe halten die Netbooks immerhin fünf bis acht Stunden durch. Ein großer Pluspunkt ist der Stand-by-Modus: Netbooks können so nicht nur mehrere Tage schlummern, sondern wachen innerhalb von Sekunden auf und sind sofort betriebsbereit.

Festplatte: Wie groß sollte sie sein?

Angesichts der geringen Ausmaße eines Netbooks bleibt im Inneren des Gerätes nicht viel Platz für große Festplatten. Die meisten Geräte besitzen Festplatten mit 160 oder 250 GB Speicher. Für einige Filme, Musik und Videos ist dieser Festplattenspeicher mehr als ausreichend. Die Festplatten selbst sind allerdings nicht die Schnellsten, wodurch das Betriebssystem und Programme relativ langsam starten. Abhilfe würde ein Solid State Drive (SSD) schaffen, welches allerdings derzeit noch relativ teuer ist. Der Einbau einem SSD ist außerdem nicht in allen Netbooks möglich.

Überall ins Internet: WLAN, 3G und Co.

Der Zugang per WLAN gehört bei den heutigen Geräten zum absoluten Standard. So verbinden sich die kleinen Geräte per WLAN mit dem hauseigenen Router und so mit dem Internet. Unterwegs stehen in vielen Restaurants und öffentlichen Plätzen zwar auch WLAN-Hotspots zur Verfügung, ihre Reichweite ist dagegen eher eingeschränkt. Aus diesem Grund besitzen Smartphones und Tablets die Möglichkeit, über UMTS ins Internet zu gehen. Dieser mobile Internetzugang ist nur bei wenigen Netbooks zu finden, lässt sich aber leicht nachrüsten: Sogenannte Surfsticks, die über USB an das Netbook angeschlossen werden, besitzen ein integriertes 3G-Modem und einen Slot für die SIM-Karte. So können auch Netbook-Besitzer überall dort surfen, wo ihr Provider genügend Abdeckung bietet.

Betriebssystem Windows: Nicht immer dabei

Nachdem die Hardware-Seite geklärt ist, kommen wir zur Software. Die meisten Netbooks laufen mit dem Betriebssystem Windows. Dummerweise werden viele Geräte ohne dieses Betriebssystem ausgeliefert - eine Windows-Lizenz muss separat dazugekauft werden. Durch den Erwerb der Lizenz entstehen natürlich weitere Kosten zusätzlich zu denen, die für das Netbook selbst anfallen. Netbook-Besitzer haben natürlich auch die Möglichkeit, eine Linux-Distribution auf ihrem Gerät zu installieren. Diese sind meist kostenlos erhältlich. Neulinge oder Windows-Veteranen müssen sich allerdings zunächst an die neue Oberfläche gewöhnen. Außerdem sind die gewohnten Windows-Programme nicht mit Linux kompatibel, sodass sie nach Alternativen suchen müssen. Linux kann dennoch für viele Menschen eine sinnvolle Alternative zu Windows darstellen, besonders dann, wenn sie lediglich im Internet surfen, in Office arbeiten, Videos ansehen oder Musik anhören.

Studenten und Schüler, die auf Windows nicht verzichten können, sollten sich beim Erwerb einer Lizenz bei ihrer Schule beziehungsweise Universität informieren, ob sie diese kostenlos erhalten können. Viele Schulen und Unis nehmen an speziellen Programmen teil, sodass sie ihren Studenten kostenlose Software zur Verfügung stellen.

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