Schon der Anstieg zur Festung Rosenberg vor zwei Wochen fiel Corinna Zohner ganz offensichtlich nicht allzu schwer. Und so hätte sie auch die rund 2,5 Kilometer vom Kronacher Schützenplatz bis ans Ortsende von Seelach ohne Probleme gemeistert. Allerdings konnte sie beim Test der vierten Laufstrecke nicht teilnehmen. "Ich war zweieinhalb Stunden auf dem Mountainbike unterwegs, weil ich mich auf den zweiten Lauf um den Alpina-Cup vorbereite", erzählt die 13-Jährige.

Dieser zweite Lauf steht am kommenden Samstag in Wüstenselbitz auf dem Programm. Beim ersten Lauf in Schneckenlohe belegte sie den zweiten Platz in ihrer Altersklasse. Ähnlich gut möchte sie auch im Gesamtklassement dieser zehn Rennen umfassenden oberfränkischen Serie abschneiden. "Letztes Jahr war ich Vierte. Heuer gehöre ich dem älteren Jahrgang meiner Altersklasse an und habe Chancen auf Platz 1 oder 2."

Dafür investiert sie einiges. Fünf bis sechs Trainingseinheiten pro Woche stehen auf dem Programm, meist mit dem Mountainbike, aber auch Laufeinheiten sind dabei. "Laufen passt gut zum Radfahren; da werden andere Muskeln beansprucht und dadurch wird man auf dem Rad besser", weiß Corinna. Seit vier Jahren bestreitet sie mittlerweile MTB-Rennen; auch ihr Bruder Sebastian, über den die 13-Jährige zum Mountainbiken gekommen ist, ist schon lange dabei. Sie fährt nicht nur im Alpina-Cup, sondern auch in der Bayernliga und selbst Sichtungsrennen zur Bundesliga - und das mit beachtlichem Erfolg. Beim letzten dieser Rennen war sie immerhin Vierte unter über 20 Starterinnen.

Intensivere Trainingseinheiten

Natürlich sind ihre Trainingseinheiten auf dem Rad um einiges intensiver als das Laufen, aber trotzdem kommt sie - zusammen mit ihrer Mutter Karin - gerne zum Lauftreff. "In der Gruppe macht es viel mehr Spaß als wenn man alleine laufen muss", sagt sie.

Während sie die Strecke von Gehülz über den Dobersgrund, Seelach und wieder zurück sicherlich "mit links" bewältigt hätte, waren die Erfahrungen der anderen Mitglieder der Laufgruppe des TVE Gehülz durchaus geteilt. "Ich war zeitweise richtig frustriert und wollte schon gar nicht mehr kommen", sagte zum Beispiel Barbara Schmierer, die erst zum zweiten Mal mit der Gruppe unterwegs war. Allerdings erholte sie sich von den Strapazen des Seelacher Berges relativ schnell wieder, und die Schmerzen waren vergessen.

Sehr gut lief es dagegen bei Silke Zeis, die sich seit dem ersten Lauf sichtlich gesteigert hat und diesmal selbst die Steigung erstaunlich gut meisterte.