Was früher verpönt wurde, gehört heute zum Trend. Egal ob über den ganzen Körper oder nur dezent an einer Stelle. Die Rede ist von Tattoos. Für viele Arbeitgeber ist ein sichtbares Tattoo bei ihren Angestellten nicht erwünscht. Auch beim Bewerbungsverfahren werden Nicht-Tätowierte bevorzugt. Das zählt allerdings nicht für die Berliner Polizei.

Laut einer Mitteilung vom Donnerstag, habe das Verwaltungsgericht entschieden, dass eine Ablehnung eines tätowierten Bewerbers nicht erlaubt sei. Die bisherige Dienstvorschrift, die den Umgang mit Tätowierungen regelt, reiche nicht aus. Nötig sei dazu ein Gesetz.
Die Polizei hatte in der Vergangenheit einen 26-jährigen Bewerber wegen der Größe und Motivvielfalt der sichtbaren Tätowierungen abgelehnt.

Das Gericht argumentierte, die Entfernung eines vorhandenen Tattoos sei ein erheblicher Eingriff. Darüber müsse der Gesetzgeber, in diesem Fall das Berliner Abgeordnetenhaus, entscheiden.

Bis zu einer solchen Entscheidung seien Polizeibeamte im Land Berlin aber berechtigt, jedenfalls solche Tätowierungen zu tragen, die nach ihrem Sinngehalt nicht gegen beamtenrechtliche Pflichten verstoßen. Verboten seien Tätowierungen, die einen strafbaren Inhalt hätten.