• Wer wird neuer Bundeskanzler?
  • Markus Söder befindet sich derzeit im Umfrage-Hoch.
  • Nun ist ein Szenario aufgetaucht, das neue Positionen für Jens Spahn und Armin Laschet vorsieht. 
  • Der Koalitionspartner SPD reagiert mit Entsetzen. 

Noch 14 Monate bis zur Bundestagswahl. Der exakte Termin der "Wahl zum 20. Deutschen Bundestag" steht längst nicht fest. Ganz im Gegenteil dazu werden bereits im Sommer 2020 einige Politiker als Kanzlerkandidaten gehandelt. Hoch im Kurs steht aktuell Markus Söder (CSU). Der Bayerische Ministerpräsident glänzt derzeit in Umfragen mit Spitzenwerten. Zwar betont der gebürtige Nürnberger vehement: "Mein Platz ist in Bayern." Doch wie eingangs erwähnt, sind es noch 14 Monate bis zur Wahl, 14 Monate um sich neu zu positionieren.  

Neben Markus Söder fallen regelmäßig die Namen von Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU). Auch in einem Konzept, das zuletzt publik wurde, ist von den drei genannten Politikern die Rede. Es existiert wohl ein Szenario, das aus den Reihen der Union stammt, das zur allgemeinen Wahrung des CDU-Friedens beitragen soll. Die Süddeutsche Zeitung  berichtet darüber. inFranken.de erklärt kurz und kompakt, wie das Szenario aussehen würde: 

  • Markus Söder wäre als Spitzenkandidat der Unionsparteien vorgesehen. Damit würde er sein Amt als Ministerpräsident Bayerns aufgeben. 

  • Jens Spahn könnte zum CDU-Vorsitzenden werden. 

  • Armin Laschet wäre für das Amt des Bundespräsidenten vorgesehen.

  • Friedrich Merz ginge leer aus. 

Söders Weg ins Bundeskanzleramt wäre auf diese Weise geebnet. Auch für Spahn wäre das Szenario ein Aufstieg. Als aktueller Gesundheitsminister betont er bislang, dass er keine Ambitionen als Kanzlerkandidat habe. Ex-Finanzminister Wolfgang Schäuble betonte zuletzt im Interview mit der Zeit, dass er ihm viel zutraue: "Er hat den Willen zur Macht", so Schäuble. Söder uns Spahn verstehen sich, könnten ein gutes Gespann bilden. 

Laschet als Bundespräsident?  

Das wohl größte Fragezeichen in diesem Szenario steht hinter Armin Laschet. Zwar ist das Amt des Bundespräsidenten ein prestigereiches, doch, ob Laschet dafür sein Ministerpräsidentenamt in NRW aufgibt, ist zu bezweifeln. Der Bundespräsident wird im Jahr 2022 wieder gewählt. Dabei wird ein Nachfolger für Frank-Walter Steinmeier (SPD) gesucht. 

Koalitionspartner SPD sieht das Szenario der Union kritisch. Generalsekretär Lars Klingbeil meldete sich zu Wort: "Einen starken und beliebten Bundespräsidenten wie Frank-Walter Steinmeier zu opfern, um die Karriereziele von ein paar CDU-Jungs zu erfüllen?"

"Dieses Schauspiel von Söder, Laschet und der Union wird immer unwürdiger." - Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär

Neben der Bundespräsidentenfrage bezüglich Laschet, der Vorsitzendenfrage bezüglich Spahn und den Plänen der SPD, bleibt abzuwarten, ob Söder überhaupt Kanzlerkandidat werden will. Aktuell hält er sich noch sehr bedeckt und weicht Fragen von Journalisten aus. Jüngstes Beispiel: Im ZDF-Sommerinterview. 

Pro und Contra: Was für und gegen Söder als Kanzlerkandidaten spricht

tu