In einer 3,4 Kilometer langen Tunnelanlage des Projekts sollen nach Fertigstellung Ende 2016 extrem kurze und intensive Röntgenblitze erzeugt werden.

Diese können 3D-Aufnahmen auf atomarer Ebene ermöglichen. Die Anlage werde in der Welt führend sein, sagte Geschäftsführer Massimo Altarelli. «Sie wird uns erlauben, neue Materialien und neue Medikamente zu entwickeln.»

Von den Baukosten in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro tragen der Bund, Hamburg und Schleswig-Holstein den Löwenanteil von knapp 60 Prozent. Zweitgrößter Geldgeber ist Russland mit 27 Prozent, der Rest verteilt sich auf andere internationale Partner. Gebaut wird das Projekt von der European XFEL GmbH, deren Hauptgesellschafter das Deutsche Elektronen-Synchrotron (Desy) ist. XFEL steht für X-ray Free-Electron Laser (Freie-Elektronen-Laser für Röntgenlicht).