Lediglich zwei Autos landeten im Wasser des Skagit-Flusses, drei Insassen konnten kurz danach gerettet werden, berichteten lokale Medien. Ursache sei ein Lastwagen gewesen, der mit seiner sperrigen Ladung einen Stahlträger rammte.

«Wir haben uns so gut festgehalten wie wir konnten, berichtete ein Autofahrer, der gemeinsam mit seiner Frau im Auto in dem kalten Wasser landete. «Wir sind froh, dass wir noch hier sind und atmen», berichtete er dem Lokalsender KOMO.

Ein anderer Autofahrer erzählte, er habe plötzlich ein eigenartiges Vibrieren gespürt. Dann habe er in den Rückspiegel geschaut. Der Mittelteil der über 300 Meter langen Brücke war verschwunden.

Drei Menschen wurden den Angaben zufolge mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Sie waren mit ihren Fahrzeugen über sieben Meter tief ins Wasser gestürzt.

Das Unglück ereignete sich am Donnerstagabend (Ortszeit) auf der Interstate 5 rund 100 Kilometer nördlich der Westküsten-Metropole Seattle. Die Fernstraße verbindet Seattle mit Vancouver in Kanada. «Die Ladung des Lasters streifte einen Pfeiler» der 1955 erbauten Brücke, sagte der zuständige Polizeichef John Batiste. Dies habe offenbar Vibrationen ausgelöst, die zum Einsturz eines Teilstücks der Brücke führten. Der Lastwagen schaffte es noch über die Brücke.

Mehrere Boote und Taucher suchten den Fluss ab. Für die Retter habe es Beifall von umstehenden Passanten gegeben, als ein Mann vom Dach seines Autos aufs Trockene gebracht worden sei, berichteten lokale Medien weiter.