Ihr Anwalt Vítor Parente Ribeiro begründete dies mit dem Verdacht, dass die sechs jungen Leute bei einer Mutprobe zu Tode kamen, die zu Initiationsritualen einer studentischen Verbindung gehört haben sollen.

Der 23-jährige Überlebende soll als Anführer der Gruppe die Mutprobe beaufsichtigt haben, sagte der Anwalt der Zeitung «Público» am Wochenende. Bei dem Unglück waren am 15. Dezember 2013 sieben Studenten - vier Frauen und drei Männer - am Strand von Meco bei Setúbal von einer Riesenwelle ins Meer gerissen worden. Der 23-Jährige konnte sich in Sicherheit bringen. Die anderen Studenten ertranken, ihre Leichen wurden später geborgen.

Die Eltern wollten auch gegen die Hochschule klagen, weil diese nach ihrer Ansicht gegen die Rituale hätte vorgehen müssen. Die Kriminalpolizei stellte am Freitag zusammen mit dem 23-Jährigen die Unglücksnacht am Strand von Meco nach. Der Student hatte zuvor die Berichte von einer Mutprobe bestritten und die Tragödie als ein Unglück dargestellt. Die Gruppe sei an dem Strand von einer Riesenwelle überrascht worden, sagte der 23-Jährige der Polizei.