Der Mann versuchte noch, sich durch einen Sprung aus dem fahrenden Wagen in Sicherheit zu bringen. Doch die Verletzungen waren so schwer, dass er auf der Straße blutüberströmt zusammenbrach und noch am Tatort starb. Die Frau wurde kurze Zeit später festgenommen. Die getrennt lebenden Eheleute standen vor der Scheidung.

Was genau unmittelbar vor der Tat in dem Auto passierte, war für die Ermittler zunächst unklar. Vieles deute auf einen Streit hin, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau habe dann eine Pistole gezogen und abgedrückt. Das Auto rollte weiter und prallte schließlich gegen eine Betonmauer. «Laut Angaben von Zeugen soll die Beifahrerin aus dem Fahrzeug ausgestiegen sein und danach gezielt auf den auf der Fahrbahn liegenden Mann geschossen haben», teilten die Ermittlungsbehörden am Mittwoch mit. Nachbarn, die die Schüsse gehört hatten, alarmierten die Polizei. Sie beobachteten auch, wie die Frau zu Fuß in Richtung Innenstadt flüchtete.

Wenige Minuten später entdeckte eine Streifenwagenbesatzung die 48-Jährige an einer Tankstelle und nahm sie fest. In ihrer Handtasche lag die mutmaßliche Tatwaffe.

Die Frau habe das Tatgeschehen inzwischen im Großen und Ganzen bestätigt. Zu Details habe sie sich aber nicht äußern wollen, teilten die Ermittler mit. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Mordes aufgenommen, ein Richter erließ Haftbefehl. Die Obduktion des 63-Jährigen habe ergeben, dass er an den Folgen mehrerer Schüsse gestorben sei. Die Spurensicherung habe am Tatort außerdem mehrere Projektile gefunden.

Zwischen den Eheleuten habe es seit langem Konflikte gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Getrennt lebten beide zwar schon länger, doch nun habe der Scheidungstermin unmittelbar bevorgestanden.