Die Nase der Maschine setzte daraufhin Beobachtern zufolge laut quietschend und funkensprühend auf der Landebahn auf. Was genau das Unglück verursachte, war zunächst unklar. Erst vor rund zwei Wochen waren bei der Bruchlandung einer Boeing 777 der Asiana Airlines in San Francisco drei Menschen gestorben und mehr als 180 verletzt worden.

Der New Yorker LaGuardia-Flughafen wurde nach dem Unglück am Montagabend vorübergehend für den Flugverkehr gesperrt. Die Maschine sei auf der Nase die Landebahn heruntergeschlittert und dann auf dem Gras daneben liegengeblieben, sagte Flughafen-Chef Thomas Bosco. Sie habe einen «starken Ruck» gespürt, erzählte die Passagierin Kathy Boles dem Nachrichtensender CNN. «Es war ein Schlag und ein Hupfer, dann war es so als ob jemand fest auf die Bremse getreten hätte und ein Gefühl von Rutschen. Ich bin sehr froh, dass ich da heil raus gekommen bin.»

Alles sei «sehr chaotisch» gewesen, sagte Anastasia Elliot, die ebenfalls in dem Flieger saß. «Wir sind sehr hart auf dem Boden aufgekommen und gerutscht. Im Flugzeug war Rauch und es roch nach verbranntem Gummi.» Getränkebecher, Handys und Bücher seien durch die Kabine geflogen, berichteten weitere Augenzeugen.

Alle rund 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder des in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee gestarteten Flugs 345 wurden nach dem Zwischenfall über Notrutschen aus der Maschine herausgeleitet. «Wir sind dankbar, dass es keine Toten gab und anscheinend auch keine schweren Verletzungen», teilte der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der relativ kleine LaGuardia-Flughafen im New Yorker Stadtteil Queens, der hauptsächlich für Inlandsverbindungen genutzt wird, wurde vorübergehend gesperrt. Es kam zu großen Verspätungen.