Dies sei auf eine langfristige Strategie zurückzuführen, die unter anderem ein Fangverbot beinhalte, betonte Ressortchefin Izabella Teixeira.

Nach einem Bericht des Institutes Chico Mendes sind aber noch immer 1051 Tierarten in dem flächenmäßig größten Land Südamerikas bedroht. 2003 waren dies nur 627 Arten. Das bedeute aber nicht, dass sich die Lage verschlechtert habe, betonte der Koordinator des Berichts, Marcelo Marcelino. Denn die Zahl der bewerteten Tierarten habe sich seit 2003 mehr als verfünffacht. Wurden vor elf Jahren nur rund 1400 Arten analysiert, stieg die Zahl inzwischen auf über 7600.

Die Umweltstiftung WWF (Berlin) betrachtet - trotz vieler positiver Entwicklungen - die Situation kritischer. «Der Druck auf die Ökosysteme Brasiliens ist groß», sagte Roberto Maldonado am Freitag auf Anfrage. So sei zwar die Entwaldungsrate im Amazonas-Gebiet zurückgegangen, «aber sie ist immer noch da». Auch der Einsatz von Wasserkraftwerken übe Druck auf die Arten aus, betonte der Experte.

Derzeit gibt es in Brasilien nach Angaben des Institutes Chico Mendes 120 000 Tier- und 40 000 Pflanzenspezies. Darunter sind demnach unter anderem 713 Säugetier- und 738 Reptilienarten.