Cooper galt als ältester Mensch der Welt. Die 2,36 Meter große Chinesin Yao Defen starb schon vor drei Wochen im Alter von nur 40 Jahren in ihrem Heimatort Shucha in der ostchinesischen Provinz Anhui, wie die Zeitung «Xin'an Wanbao» berichtete.

Der Sender CNN zitierte Coopers Sohn Sidney mit den Worten, seine Mutter habe ein langes, gutes Leben gehabt. «Ihr Tod war sehr leicht.» Den Angaben zufolge starb die Greisin in Monroe, wo sie seit 1917 lebte und jahrelang an einer kleinen Schule als Lehrerin arbeitete. In der Stadt sei an ihrem 116. Geburtstag am 26. August eine Brücke nach ihr benannt worden. Wie es weiter hieß, führte Cooper ihre lange Lebensdauer darauf zurück, «mich um meine eigenen Angelegenheiten zu kümmern und kein Junkfood zu essen». Sie hinterlässt vier Kinder, elf Enkel, 13 Urenkel und zwei Ururenkel.

Nach Recherchen der US-Forschungsgruppe Gerontology Research Group ist nunmehr die am 4. April 1897 in Italien geborene und heute in den USA lebende Dina Manfredini mit gut 115 Jahren der älteste Mensch der Welt.

Der Riesenfrau Yao Defen ging es seit Jahren schon gesundheitlich schlecht. Ein Tumor an der Hirnanhangdrüse, der eine Überproduktion von Wachstumshormonen auslöste, hatte das krankhafte Wachstum ausgelöst. Ihre bäuerliche Familie war sehr arm. Um Geld zu verdienen, wurde Yao Defen im Zirkus zur Schau gestellt. Ein deutscher Schuhmacher hatte sie mit Schuhen der Größe 57 versorgt. Georg Wessels aus Vreden in Nordrhein-Westfalen hatte Yao Defen 2006 in ihrem Heimatort besucht, um ihr die Schuhe persönlich zu bringen.

Im Jahr 2009 war die übergroße Frau im Haus gestürzt und schwer mit dem Kopf aufgeschlagen. Sie überlebte, war seitdem aber bettlägerig. «Unser Mädchen lag seit drei Jahren im Bett, kam nicht mehr hoch», berichtete ihre Mutter Wei Xianying der «Xin'an Wanbao». Ihr schweres Schicksal habe Yao Defen tapfer ertragen. Auch bei großen Schmerzen habe sie sich nicht beklagt. «Sie erwähnte niemals das Wort Tod», berichtete die Mutter.