Das teilte die Einsatzleitung am Freitag mit. In einem Krankenhaus sei später sein Tod festgestellt worden. Bereits am 6. Mai war ein Bergungstaucher ums Leben gekommen.

Was genau am Freitag bei den Arbeiten am Wrack des untergegangenen Schiffs geschah, war zunächst unklar. Die Lungen des gestorbenen Tauchers seien jedoch von äußeren Verletzungen beschädigt gewesen, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen Chirurgen in einem Krankenhaus im südlichen Mokpo. Laut Einsatzleitung hatte der Taucher Fenster am hinteren Teil des Wracks herausgeschnitten. Dabei habe es ein «krachendes Geräusch» gegeben.

Die «Sewol» war am 16. April mit 476 Menschen an Bord vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Mindestens 288 Menschen kamen dabei ums Leben. 16 Insassen galten als vermisst. Die meisten Fahrgäste waren Jugendliche auf einem Schulausflug. Nach Angaben der Ermittler war die Auto- und Personenfähre extrem überladen und bei einem scharfen Kurswechsel gekentert. Gegen den Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder hat die Staatanwaltschaft Anklage wegen vorsätzlicher Tötung erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, nichts für die Rettung der Passagiere unternommen zu haben.

Die Polizei fahndet landesweit nach zwei verschwundenen Mitgliedern der Eigentümerfamilie der Fähre. Gegen die Familie und das Management der Reederei Chonghaejin Marine wird unter anderem wegen des Verdachts der Fahrlässigkeit, der Steuerhinterziehung und der Untreue ermittelt.