Das Risiko für die Welt bleibe bestehen, solange die Epidemie andauere. Die Lage in den am schlimmsten betroffenen Ländern habe sich aber verbessert, betonte Chan. Es gebe Fortschritte in Liberia, vor allem in der Region, wo Ebola im Dezember 2013 ausgebrochen war. Und auch in Guinea und Sierra Leone sei die Epidemie weniger schlimm als noch vor einigen Monaten. «Aber wir sehen immer noch eine große Zahl an Fällen.» Die Helfer müssten dem Virus nachjagen.

Die WHO und die internationale Gemeinschaft hätten nicht rasch genug auf den Ebola-Ausbruch reagiert, gab die WHO-Generaldirektorin zu. «Wir haben nicht gesehen, was sich vor unseren Augen entwickelt hat.» Bislang starben in den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone 6187 Menschen an Ebola. 17 517 Menschen wurden nach den letzten WHO-Angaben infiziert.