Im deutschlandweiten Mittel lag der Elterngeldanspruch im ersten Bezugsmonat bei 803 Euro. Dabei gab es aber deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern, wie die Statistiker am Donnerstag betonten. Der Anteil der Väter, die Elterngeld bekamen, stieg auf einen neuen Höchststand.

Für Väter lag der durchschnittliche Anspruch bei 1140 Euro, für Mütter bei 701 Euro. Ein Grund: Die Vater waren zuvor häufiger berufstätig, wie Destatis-Mitarbeiterin Andrea Wolff erklärte. Auch die Tatsache, dass Männer vor der Elternzeit deutlich mehr verdienten, trug zu den höheren Elterngeld-Bezügen bei.

Etwa neun von zehn Vätern, aber nur knapp sieben von zehn Müttern waren vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig. Eltern, die vor der Geburt des Kindes keine bezahlte Arbeit hatten, erhalten nur den Grundbetrag von 300 Euro monatlich.

Die Väterbeteiligung am Elterngeld - also der Anteil Väter, die sich eine Weile ganz um ihre kleinen Kinder kümmern und dafür Geld bekommen - stieg auf den neuen Höchststand von 29,3 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 27,3 Prozent, 2010 noch 25,3 Prozent. Bei den Müttern waren es 96 Prozent.

Für die im Jahr 2012 geborenen Kinder wurde insgesamt 834 359 Mal Elterngeld ausgezahlt, wie die Statistiker zählten. Davon profitierten 640 084 Mütter und 194 275 Väter.