Ein 78-jähriger Rentner hatte die beiden ortsbekannten Mediziner am Montag in ihrer Praxis getötet, danach nahm er sich selbst das Leben. Er war nach Erkenntnisse der Polizei ein Waffennarr, der an Verfolgungswahn litt.

Die Obduktion ergab, dass die beiden Ärzte jeweils durch einen Schuss in den Oberkörper getötet wurden. Der Täter selbst nahm sich nach Angaben einer Polizeisprecherin mit einem Schuss in den Kopf das Leben. Warum er gerade die beiden Ärzte erschoss, zu denen er laut Zeugenaussagen ein gutes Verhältnis gehabt haben soll, war weiter unklar. Zum Motiv des Mannes werde man nach Einschätzung der Ermittler vermutlich auch nicht mehr herausfinden, sagte die Sprecherin.

Die Beamten hegten ebenfalls wenig Hoffnung, die Herkunft der Waffen klären zu können, die im Haus des Mannes entdeckt worden waren. Es gehe um alte Waffen, die zum Teil aus dem Weltkrieg stammten und die sich schon lange im Besitz des Mannes befunden hätten, sagte die Sprecherin. Neben der Tatwaffe waren fünf weitere Pistolen und Langwaffen im Haus des alleinstehenden Mannes gefunden worden.

Seinen Nachbarn hatte der Täter laut Polizei zuletzt vorgeworfen, ihn mit Strahlen zu attackieren. Deshalb wurde er beim Amtsgericht in Kaiserslautern vorstellig und hatte kurz vor der Tat auch die Polizei gerufen. Der sozial-psychiatrische Dienst des Landkreises Kaiserslautern kam daraufhin zu einem Hausbesuch zu dem Mann, stellte aber keine Besonderheiten fest. Die Waffen hatte sich der Rentner illegal besorgt, laut Polizei hatte er keinen Waffenschein und keine Besitzkarten dafür.