Ein Labor habe im verwendeten Öl und in Speiseresten hochgiftige Insektizide nachgewiesen, sagte Polizeisprecher Ravinder Kumar am Samstag (Ortszeit). Die Schüler waren nach dem Mittagessen am Dienstag krank geworden und später gestorben.

Vorherige Untersuchungen hatten bereits auf die Ursache hingedeutet. Kumar wollte sich nicht dazu äußern, ob das Essen möglicherweise absichtlich vergiftet wurde. Es werde noch untersucht, wie das Insektizid ins Essen gelangte.

Die Behörden werfen der Schulleiterin Fahrlässigkeit vor. Sie und die Mitarbeiter der staatlichen Grundschule in Saran im östlichen Bundesstaat Bihar seien für das schlechte Management verantwortlich - speziell beim Mittagessen. Die Rektorin habe die Vorbereitung der Speisen nicht überwacht. Sie und ihr Ehemann sind auf der Flucht.

Das Paar hatte auch einen Lebensmittelladen, der Essen an die Schule verkaufte. In Saran sorgte der Vorfall für Proteste. Die Qualität der Mittagessen im Bundesstaat Bihar soll künftig ein neu geschaffenes Komitee überprüfen, kündigte die Regierung an.

Staatliche Schulen in Indien bieten Mittagessen an, um die Mangelernährung vieler Schüler auszugleichen und sie damit zum Schulbesuch zu ermutigen.