Für acht Menschen geriet der Auftakt des Pfingstwochenendes auf der Autobahn A4 bei Görlitz zur Tragödie. Sie warteten geduldig in ihren Fahrzeugen vor dem Tunnel Königshainer Berge auf Weiterfahrt, als ein beladener Autotransporter Richtung Polen nahezu ungebremst ins Stauende rast. Ein Rentner starb, seine Frau sowie je drei weitere Erwachsene und Kinder wurden verletzt. Stunden zuvor war im Autobahntunnel ein Lkw mit polnischem Kennzeichen in Brand geraten. Dessen Fahrer konnte sich retten. Ein Rückstau wurde Stunden später zur tödlichen Falle.

Kurz vor der Anschlussstelle Nieder Seifersdorf in Richtung Görlitz fuhr der Autotransporter mit voller Geschwindigkeit ins Stauende. Warum, ist nach Angaben der Polizei in Görlitz vom Sonntag noch unklar. Gegen den 43-Jährigen wird wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto einer fünfköpfigen Familie in die Leitplanke geschleudert. Die Mutter (35), zwei neun und elf Jahre alte Jungs und die dreijährige Tochter wurden schwer verletzt. Der Familienvater (38) blieb wie durch ein Wunder unversehrt.

Weniger Glück hatte ein Rentner, dessen Pkw unter einen Sattelzug geschoben wurde. Der 68-Jährige konnte nur tot, seine Beifahrerin (66) mit lebensgefährlichen Verletzungen aus dem Wrack geborgen werden.