Die Leichenteile verschickte er mit der Post an Behörden und Parteien. Magnotta war nach einer Flucht über Paris und Belgien schließlich in Berlin gefasst worden.

Magnotta, der eigentlich Eric Newman heißt, soll die Tat auf Video aufgenommen und den Film dann im Internet veröffentlicht haben. Dieser wurde schnell wieder gelöscht, half aber der Polizei bei der Fahndung und ist jetzt eines der wichtigsten Beweismittel der Staatsanwaltschaft. Mehr als 60 Zeugen sind für die Anklage benannt, deutlich mehr als für die Verteidigung. Der Prozess soll sechs bis acht Wochen dauern.

In den vergangenen Wochen hatte das Gericht mehr als 100 Menschen gehört und daraus eine Jury aus sieben Männern und neun Frauen für den Prozess ausgewählt. Die kanadische Website «Global News» meldete unterdessen, dass der Versandhändler Amazon einen Pornofilm aus dem Programm genommen habe. In «Hinreißend schwul» von 2005 habe auch Magnotta mitgespielt und war unter diesem Künstlernamen auch auf der DVD genannt worden, hieß es.