Die sommerlichen Temperaturen mit mehr als 30 Grad werden sich auch die nächsten Tage halten, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.

An den Stränden an Nord- und Ostsee wurde der Platz bei bis zu 30 Grad knapp. Strandkörbe waren so gut wie ausgebucht. Auf Sylt drängten sich an der Westerländer Promenade die Menschen. Fast 300 Schwimmer stürzten sich am Sonntag zu einem Wettkampf in die Nordsee. In Neoprenanzügen mit oder ohne Flossen kämpften sich die Teilnehmer in Hilgenriedersiel auf der rund acht Kilometer langen Strecke bis zur Insel Norderney durch die Wellen. Die schnellsten Wettkämpfer erreichten ihr Ziel nach rund einer Stunde und 15 Minuten, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mitteilte.

Im Ruhrgebiet musste die Polizei wegen des Andrangs alle Straßen zu den Seen sperren. «Das ganze Ruhrgebiet meint bei diesem Wetter in einen der Seen hier springen zu wollen», sagte ein Sprecher der Polizei in Recklinghausen. Die Autos hätten alles versperrt.

In München machten sich bereits am frühen Sonntagmorgen rund zwölftausend Frühaufsteher auf den Weg in den Englischen Garten. Beim traditionellen Kocherlball wurde dort in den Tag hineingetanzt - teils in Tracht, teils in historischen Gewändern. Die Langschläfer in Bayern zog es ab dem späten Vormittag zu den heiß begehrten Liegeplätzen an der Isar. Dort sonnten sich Tausende, um sich im Fluss abzukühlen. Neben den zum Teil fast überfüllten Schwimmbädern waren auch die oberbayerischen Gewässer wie Chiemsee, Starnberger See und Ammersee beliebte Ziele für Ausflügler und Badefreunde.

Am Bodensee genossen am Wochenende ebenfalls zahlreiche Schwimmer die sommerlichen Temperaturen. In Baden-Württemberg zogen zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen Besucher an. Auch in den Bergen gingen viele Ausflügler auf Wanderschaft. In Sachsen steigt durch die anhaltende Trockenheit die Waldbrandgefahr.

Am Montag soll es laut DWD bundesweit noch wärmer werden. An den Alpen und im südlichen Schwarzwald kann es ab dem Nachmittag vereinzelt gewittern. Ähnlich geht es am Dienstag weiter. Dann können jedoch im Nordosten dichtere Wolkenfelder durchziehen, die etwas Regen mitbringen. Abends sind im südlichen und westlichen Bergland Gewitter möglich.

Ab Mittwoch löst ein Tief bei den Britischen Inseln Hoch Yasmine ab, das allmählich Richtung Nordeuropa abwandert. Damit kommt feuchtschwüle Luft nach Deutschland. Vor allem im Westen und Süden des Landes muss mit teils starken Schauern und Gewittern gerechnet werden. Ein erneutes stabiles Sommerhoch sehen die Experten vorerst nicht. Die Temperaturen bleiben aber weiterhin hoch.