Laut Anklage soll sie im Juli vergangenen Jahres nach Koblenz gefahren sein, um ihren 75-jährigen Schwiegervater und dessen 68 Jahre alte Frau in deren Haus zu erstechen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau die Tat aus Habgier und alleine begangen hat.

Auch der Mann der Angeklagten, ihre Mutter und die drei Töchter verweigerten zu Prozessbeginn eine Aussage. Die 46-Jährige blieb am ersten Verhandlungstag im Gericht nahezu regungslos und unbewegt. Lediglich ein Video aus der polizeilichen Vernehmung im Mai wurde in der Verhandlung gezeigt. Dort erklärte die Angeklagte, sie sei am fraglichen Tag nicht an den Rhein gefahren und habe auch ein weitgehend gutes Verhältnis zu ihren Schwiegereltern gehabt. Gegen den Vorwurf und das Motiv der Habgier wehrte sie sich vehement. Der Prozess wird an diesem Mittwoch fortgesetzt.