Seine Tat sei «schon ziemlich krank» gewesen, sagte der Angeklagte nach Angaben des Jugendrichters bei der Verhandlung. Der junge Mann hatte die Software heimlich auf dem Handy seiner damaligen Freundin installiert und auch nach dem Ende der Beziehung ihre SMS und WhatsApp-Chats mitgelesen.

Zu seinem Motiv erklärte er nach Angaben des Gerichts, die Beziehung sei problematisch gewesen, seine Freundin sehr eifersüchtig. Dieses Verhalten habe auf ihn abgefärbt. Die Strafe für das Abfangen von Daten fiel so gering aus, weil der Angeklagte gestanden hatte und die Tat schon zwei Jahre zurück liegt, wie der Richter sagte. Außerdem habe ihm die Ex-Freundin die Tat nicht sonderlich krummgenommen.

Die Frau hatte die Überwachung vermutlich nicht bemerkt. Die Ermittler kamen dem Mann nach Angaben des Gerichts auf die Spur, nachdem Fotos der jungen Frau bei Ermittlungen in einem anderen Fall in Bayern aufgetaucht waren und zurückverfolgt wurden. Dem Vernehmen nach hatte es dort Durchsuchungen bei dem App-Entwickler gegeben.