Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Samstag. Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) hatte zuvor gesagt, er sehe keine schnelle Auslieferung des Hauptverdächtigen, der sich in die Türkei abgesetzt hatte. Unklar blieb zunächst ebenfalls, ob der junge Mann neben dem deutschen auch einen türkischen Pass besitzt. In diesem Fall könnte er laut Ermittlern nicht ausgeliefert werden.

Sechs jungen Männern wird vorgeworfen, in der Nacht zum 14. Oktober einen 20-Jährigen nahe dem Alexanderplatz ohne Anlass so brutal traktiert zu haben, dass er einen Tag später starb. Zwei 19 und 21 Jahre alte Verdächtige sitzen deswegen in Untersuchungshaft. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Ein Dritter, der sich gestellt hatte, ist auf freiem Fuß.