Zudem wurden in dem Haus in Tatsimo Beloha im tiefen Süden Madagaskars 30 noch lebende Schildkröten entdeckt. Sie wurden in einem Schutzgebiet wieder in die Freiheit entlassen.

Nach Angaben von Schildkrötenexperte Herilala Randriamahazo von der Organisation «Turtle Survival Alliance» werden auf Madagaskar vor Ostafrika pro Jahr mindestens 60 000 Schildkröten illegal geschlachtet oder ins Ausland geschmuggelt. Ihr Fleisch gilt als Delikatesse.

«Die wenigen Täter, die auf frischer Tat ertappt werden, sind nur die Spitze eines Eisberges», sagte Randriamahazo. Die nur auf Madagaskar vorkommenden Strahlenschildkröten werden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuft und könnten nach Expertenangaben in rund 40 Jahren ausgestorben sein.