Samsung zeigte unterdessen auf dem Mobile World Congress in Barcelona seine aktuelle Vision von einem Spitzen-Smartphone. Das Galaxy S5 hat einen großen Bildschirm, einen Fingerabdruck-Leser, eine 16-Megapixel-Kamera und ist vor Spritzwasser geschützt.

Außerdem springt der weltgrößte Smartphone-Hersteller auf den Trend zu Fitness-Gadgets auf. Das digitale Armband Gear Fit misst Körperdaten und kann zugleich über eingehende E-Mails und Kurznachrichten informieren. Diverse andere Hersteller wie Sony oder Huawei steigen ebenfalls ins Geschäft mit Fitness-Armbändern ein.

Blackberry macht sich derzeit noch gar keine Gedanken über die neue Kategorie der kleinen tragbaren Geräte, räumte der neue Konzernchef John Chen ein. Zunächst müsse das Unternehmen aus der Krise gebracht werden. Chen vertraut dafür auch in einem von Touchscreens dominierten Geschäft auf die guten alten Blackberry-Tastaturen.

Er habe mit vielen Kunden gesprochen, «und jeder, den ich traf, liebt die Tastaturen», sagte Chen am Dienstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Bis zum Jahresende werde es deshalb ein zweites neues Modell mit Hardware-Tasten zur Texteingabe geben, das sich bei der Bedienung an früheren Geräten orientiere. Es heißt Q20, er ziehe aber die Bezeichnung «Blackberry Classic» vor, sagte Chen.

Im April werde das mit Foxconn entwickelte neue günstigere Modell Z3 zunächst in Indonesien starten, sagte Chen. Es solle weniger als 200 Dollar kosten und später auch in anderen Ländern Südostasiens verkauft werden. Die Partnerschaft mit dem Auftragsfertiger Foxconn sei erst Mitte Dezember besiegelt worden, «und drei Monate später haben wir schon ein funktionierendes Telefon», betonte Chen. Foxconn ist vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannt.

Der Kreditkarten-Spezialist Mastercard will in Deutschland eine Schlüsselposition bei neuen Bezahldiensten auf dem Smartphone einnehmen. Die Mastercard-Firma Trevica soll die Banken mit den Mobilfunk-Anbietern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland verbinden.

«Die große Herausforderung war bisher, dass es bilaterale Abkommen zwischen Banken und den Netzbetreibern geben musste. Wir lösen dieses Problem dadurch, dass wir Trevica dazwischenschalten», erläuterte Mastercard-Deutschlandchef Pawel Rychlinski der dpa. «Das wird ein Katalysator für das mobile Bezahlen in Deutschland sein.»

Nutzer des Galaxy S5 können jetzt per Fingerabdruck nicht nur ihr Smartphone entsperren, sondern auch bezahlen: Samsung schloss eine Kooperation mit PayPal. Der Fingerabdruck-Scan kann dabei die bisherigen Login-Daten für das Konto bei dem Bezahldienst ersetzen. Auch Apple arbeitet an einem Bezahldienst mit Identifikation über Fingerabdruck.