Das englische Wort «Pope» kam sogar in mehr als einer Million Nachrichten vor, wie der Analysedienst Topsy zeigt. Am häufigsten erwähnten Twitter-Nutzer den Papst gegen 13.00 Uhr, etwa eine Stunde nachdem er seinen Rücktritt bekanntgab. Weitere Begriffe wie «Benedikt XVI» oder «Benedicto» wurden zehntausende Mal verwendet.

Schnell reagierten auch die freiwilligen Mitschreiber beim Online-Lexikon Wikipedia. Eine halbe Stunde nach den ersten Meldungen zum Papst-Rücktritt war der Eintrag zu Benedict XVI. um die Information ergänzt. Seitdem haben die Wikipedia-Schreiber einen Bereich zum «Amtsverzicht» eingefügt und über 100 Änderungen an dem Artikel vorgenommen.

Der Papst selbst zog es vor, den überraschenden Schritt auf traditionellem Wege zu verkünden. Er verlas seine Erklärung vor Kardinälen auf Latein. Auf seinen Profilen bei Twitter ist es seitdem ruhig. Erst im Dezember hatte der Vatikan Twitter-Konten in mehreren Sprachen gestartet. Die letzte Nachricht stammt von Sonntag. «Wir dürfen der Kraft der Barmherzigkeit Gottes vertrauen. Wir sind alle Sünder, doch seine Gnade verwandelt uns und macht uns neu», hieß es darin.